Unser Auszubildender zum Werkzeugmechaniker Simon Grings hat im Rahmen seiner Ausbildung ein internes Praktikum in unserem Spritzguss absolviert.

Im Folgenden ein kleiner Erfahrungsbericht von Herrn Grings:

Mein Praktikum im Spritzguss

 

Als Azubi im Werkzeugbau von Pfefferkorn & Co lerne ich hauptsächlich, wie ich Spritzgussformen für Kunststoffteile baue. Um einen guten Eindruck über die Produktion mit den aufwendigen Spritzgussformen zu bekommen, habe ich im Spritzguss ein zweiwöchiges Praktikum absolviert.

 

 

Das Berufsbild des Verfahrensmechanikers Kunststofftechnik

 

Der Arbeitsumfang eines Verfahrensmechanikers Kunststofftechnik ist vielfältig. Mir wurde gezeigt, wie eine Spritzgussform auf eine Spritzgussmaschine montiert wird und worauf ich bei der Montage achten sollte.
Da ich schon einige Grundkenntnisse besitze, durfte ich schon vieles selber machen, wie zum Bespiel:

  • Formen auslagern
  • Rüsten (Kran bedienen, Form montieren, Kühlwasserschläuche anschließen)
  • Materialversorgung anschließen
  • Qualitätskontrolle der Teile

Verarbeitung von Kunststoffen

 

Zur Produktion von Kunststoffteilen wird Kunststoffgranulat benötigt. Das Granulat wird in unserer Firma unter anderem in Silos gelagert. Ich war bei einer Befüllung eines unserer sechs Silos durch einen LKW mit Granulat dabei. Dabei wird das Granulat aus dem Container des LKW durch Schläuche in das Silo geblasen.

Anschließend wurden mir die vielfältigen Sorten des Granulats gezeigt. Zur Verarbeitung kommen unter anderem:

  • Polyethylen (HD und LD)
  • Polyprophylen
  • Polycarbonat
  • Polyamid, auch mit Füllstoffen
  • Polyoxymethylen
  • Polyvinylidenfluorid
  • Thermoplastische Elastomere

Der Produktionsprozess

 

Zum Befördern des Granulats aus den Silos wird es durch Vakuumrohre zu den Spritzgussmaschinen gesaugt. Nun fließt es durch den Verteiler, in dem Farbgranulat dazu gemischt wird. Vom Verteiler gelangt es in die Heizschnecke, diese heizt das Granulat hauptsächlich mit dem Förderdruck der sich drehenden Heizschnecke auf. Das heiße Granulat fließt in eine Art Kolben, dessen Hubraum genau so groß ist wie der Hohlraum der Form, der später die Teile ergibt. Nun kann das flüssige Granulat durch eine Vorfahr-Bewegung der Heizschnecke mit etwa 1000 Bar in die Form gespritzt werden. Jetzt kühlt der Kunststoff in der temperierten Form ab und kann mithilfe von Ausstoßern entformt werden.

 

Prozessoptimierung und Prozesskontrolle

 

Bei der Prozessoptimierung kümmert man sich darum, dass der sogenannte Zyklus möglichst schnell passiert, denn in der Produktion zählt jede Sekunde.

Zum Schluss meines Praktikums wurden mir die Aufgaben der Qualitätskontrolle gezeigt, in der die Teile auf Beschädigungen, Einschlüsse und auf Formfehler kontrolliert werden.

 

 

Ich möchte mich für den guten Einblick in den Spritzguss und bei den Mitarbeitern der Firma Pfefferkorn & Co für die herzliche Aufnahme und Unterstützung bedanken.

Wir danken Herrn Grings für diesen tollen Einblick in sein Praktikum.