Polyethylen (PE) ist der weltweit am häufigsten eingesetzte Kunststoffe. Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird er in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt.

Aus Erdöl und Gas wird das Gas Ethylen gewonnen, welches durch Polymerisation schließlich zu Polyethylen wird. Während der Produktion kann noch bestimmt werden, welche Eigenschaften das Endprodukt vorweisen soll. Z.B wirkt sich der Druck während der Herstellung darauf aus, ob das entstehende Polyethylen eher flexibel oder hart sein wird. 

 

„Polymerisation“ ist der Oberbegriff für sich vielfach wiederholende Synthesereaktionen, bei denen aus Monomeren (natürliche Kunststoffe) Polymere (synthetische Kunststoffe) entstehen.

High-Density-Polyethylen (HDPE/PE-HD) wird im Niederdruckverfahren hergestellt. Daraus entstehen z.B. Flaschen für Haushaltsreiniger, es wird aber auch in der Verpackungsindustrie verwendet (in Form von Folien oder Platten). Auch Rohre und Kabelleitungen werden aus HDPE hergestellt, die Beton oder PVC ersetzen können.

Low-Density-Polyethylen (LDPE/PE-LD) entsteht im Hochdruckverfahren. Typischer Anwendungsbereich dafür ist die Folienproduktion (z.B. für Müllsäcke, Tragetaschen oder Frischhaltefolien).

 

Im Hochdruckverfahren wird mit einem Druck von 1.500 bis 3.800 bar bei Temperaturen von 100 – 200°C gearbeitet. Im Niederdruckverfahren kommt ein Druck von 70 bar bei bis zu 130°C zum Einsatz.

Polyethylen weist allgemein gute elektrische Isolationsfähigkeit, hohe chemische Beständigkeit und ein gutes Gleitverhalten auf. Außerdem kann es, je nach thermischer Vorbehandlung, fast glasklar sein.

Bei der Herstellung von Polyethylen entstehen keine Schwermetallverbindungen und keine schädlichen Dämpfe. Daher kann man Polyethylen als umweltfreundlich bezeichnen.

Auch der Einsatz von Additiven bei der Verarbeitung von Polyethylen ist mit rund 5% recht gering. Außerdem können Thermoplasten, zu denen auch Polyethylen gehört, durch Erhitzen verflüssigt und durch Abkühlung in einer Spritzgießform wieder zu einem Formteil gestaltet werden.

Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, sofern nicht durch eine Überhitzung die thermische Zersetzung des Materials eintritt.

Die Farbgebung des Kunststoffes erfolgt durch sogenannte Farb-Batches. Welcher Farbzusatz eingesetzt werden kann, hängt maßgeblich von der thermischen Belastung während des Verarbeitungsprozesses und der später auf das Kunststoffteil einwirkenden klimatischen Bedingungen ab.

Weiterhin dürfen keine Wechselwirkungen zwischen eventuellen Additiven und dem Farb-Batch auftreten, die die physikalischen Eigenschaften des Kunststoffes verändern könnten.

 

 

Bei Pfefferkorn & Co GmbH in Simmern entstehen zahlreiche Spritzgussteile aus Polyethylen:

Teile aus PE-HD:
links: Überkappe „TopCap 28/38 H“
Mitte: Kappe Universal rot
rechts: Überkappe „TopCap 28 2K 2012 Flamme“

Teile aus PE-LD
links: Überkappe „TopCap 28 P/2“
Mitte: Schaft Sektstopfen „Pepco“
rechts: Gruppe aus (v.l.) Überkappe „TopCap 28/43 F“, Verschlusskappe 120 mm, Zierkappe „Violinenhals“, Deckel Stülpdeckeldose 700 ml und Schaft Sparausgießer

+49 (0) 6761 9333 – 12
conrad.lars@pepco.de

Lars Conrad

Teamleiter Vertrieb